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Heimat-SPUREN - Graffiti-Workshop für junge Erwachsene

Graffiti als Kunst – und Ausdrucksform urbanen Lebens
Graffiti leitet sich etymologisch aus dem Griechischen γράφειν (graphein) ab und bedeutet schreibenund zeichnen. Als eine Kunstform im öffentlichen Raum hinterlassen Graffitis sichtbare Spuren undschreiben sich in das Stadtbild ein. Zählten diese in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren zurSubkultur und berührten den Bereich des Illegalen, so gibt es heute ausgewiesene Stellen – Hall offame –, an denen legal gesprayt werden darf. Spätestens seit den 2000er Jahren gehören Graffiti-Kunst und Street Art-Bewegung zu urbanen Kunstformen, die Einflüsse aus der bildenden Kunstaufnehmen und so die Grenzen zwischen Sub- und Hochkultur auflösen. Graffiti- und Street Art-Künstler implementieren Kunst in den Stadtraum und platzieren Kunst jenseits eines exklusivenRaumes.

Graffitis im Stadtraum sind temporär und stehen in Dialog mit denen ihnen umgebenen Räumen. Siestehen für Dynamik, Bewegung und Veränderung – für das Unterwegssein in einer globalisiertenWelt. Zum einen werden Spuren hinterlassen, zum anderen gehört es in das Selbstverständnis dieserKunstform, dass Spuren von neuen Spuren überlagert werden; Farbschichten legen sich aufFarbschichten. Moderne, urbane Lebensgeschichten und -entwürfe finden so ihren künstlerischenAusdruck.

Innerhalb der Graffiti-Szene herrscht ein Kodex vor, der zum einen von Wettbewerb, zum anderenvon Wertschätzung für das Werk des anderen geprägt ist. Über Style-Writing wird Individualitätmarkiert; Graffitis können zudem gesellschaftspolitisch motiviert sein und als künstlerischeInterventionen im öffentlichen Raum wahrgenommen werden. „Hall of Fames“ gelten als Orte, andenen Graffitis von hoher Qualität entstehen, die erst wieder mit neuen Graffitis übersprayt werdendürfen, wenn sie fertig gestellt sind.

Der Graffiti-Workshop „Heimat-SPUREN“ richtet sich an junge Erwachsene unterschiedlicherHerkunft und Biographie. Ziel des Workshops ist es, die Graffiti-Kunst als eine Ausdrucksformvorzustellen, die den Teilnehmern und Teilnehmerinnen die Möglichkeit bietet, sich im öffentlichenRaum zu positionieren und sich zu diesem zu verhalten: Wie stehe ich zu diesem urbanen Raum, wo ist meine Position, was für einen Einfluss hat der Raum auf mich? In welcher Interaktion stehe ich mitdiesem?

Im Vordergrund steht sowohl der individuelle künstlerische Ausdruck als auch der Austausch in derGruppe über das gemeinsame Projekt: die Gestaltung einer Wand im öffentlichen Raum. Identitätwird gestärkt, unterschiedliche Perspektiven eingenommen sowie vorgestellt und Diversität alsBestandteil urbanen Lebens erfahren. Denn urbane Räume stehen für Vielfalt und Pluralität – dieErfahrung solch einer Vielfalt und Pluralität begegnet gleichermaßen in der Arbeit im Team. DieTeilnehmer und Teilnehmerinnen werden so für eigenen und neuen Lebensraum und für dasPotential gelebter Pluralität sensibilisiert – Pluralität hinsichtlich der Kulturen und Religionen derMenschen im urbanen Raum.

Zielgruppe:
Der Graffiti-Workshop richtet sich an junge Erwachsene unterschiedlicher Herkunft – alsounterschiedlichen kulturell-sozialen und religiösen Hintergrunds, wobei gezielt junge Erwachsene mitFluchterfahrung angesprochen werden sollen. Bewusst wurde die Ausschreibung nicht exklusiv aufdie Gruppe der Geflüchteten hin ausgerichtet, um einer einseitigen Zuschreibung als „Geflüchtete“entgegenzuwirken.

Ablauf:
Einführungsveranstaltung Kennenlernen und Thematik Zeitraum: Frühjahr 2017 1 x 2 USDT 16:00 – 17:30

Praxis-Module mit theoretischen Einheiten:
Auseinandersetzung mit Urban Art und Graffiti als künstlerischen Ausdruck Entwurf eines Graffitis 3 x 3 USDT (12 USDT) 16:00 – 18:15

Umsetzung:
2 x 8 USDT (16 USTD) 10:00 – 16:15

Workshop-Leiter:
Dominik Hebestreit ist in der Graffitiszene hauptsächlich unter dem Synonym „BIRNE“ bekannt. Er hat an der Bergischen Universität Gesamthochschule Wuppertal Kommunikations-Design studiert und das Studium 2006 abgeschlossen. Seit 2006 arbeitet er hauptberuflich als freischaffender Künstler. Schon während des Studiums gab er in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Wuppertal Graffiti-Workshops für Jugendliche. Im Herbst 2015 arbeitete er projektbezogen mit Geflüchteten im Kunstprojekt FLOW.

Fotografisch und filmische Dokumentation des Projektes durch die Medienwerkstatt des Bildungswerks:
Online-Version für den Bildungswerk-Blog. Druck Kleinauflage | Ausstellungsprojekt

Fassaden und Wände:
Hall of Fame | Trasse

    • Kontakt

      Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
      Bendahlerstraße 29
      42285 Wuppertal

      Tel.: 0202/563-2759
      Fax: 0202/563-8178

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