Wenn das Wort im Mund zerbricht
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- Montag, 26 September 2011
Am 05.10. findet um 19:30 Uhr im Wuppertaler CinemaxX (Bundesallee 250, Wuppertal-Elberfeld) die Filmpremiere des 60-minütigen Dokumentarfilms »Wenn das Wort im Mund zerbricht« zum Thema Stottern statt. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 1,- Euro.
Der Film wurde vom Medienprojekt Wuppertal produziert und wird ab der Premiere deutschlandweit als authentisches und zielgruppennahes Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. Kartenreservierungen können beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Kino abgeholt werden. Falls jemand den Film auf DVD haben möchte, kann er diese auf der Seite www.medienprojekt-wuppertal.de bestellen, wo es auch weitere Informationen gibt.
Wenn das Wort im Mund zerbricht
Ein Film übers Stottern
Ein Prozent der Deutschen stottert. Die Herkunft dieser Disposition ist bisher nicht geklärt. Meist führt diese Kommunikationsstörung zu Vermeidungsverhalten, an deren Ende auch Isolation stehen kann. Viele Therapiemöglichkeiten helfen heute Stotterern im Umgang mit der eigenen Störung und im Kontakt mit ihrer Umwelt.
Die 60minütige Dokumentation begleitet vier stotternde Menschen verschiedenen Alters: ein Kind, einen Jugendlichen, eine Mutter und einen Rentner. Ihr Alltag ist unterschiedlich stark vom Stottern beeinflusst. Ihr eigenes Erleben und die Reflexion durch ihre Mitmenschen stehen im Fokus dieses Filmes.
Tobias ist 11 Jahre alt und steht kurz vor dem Wechsel in eine weiterführende Schule. Gerade ist die erste Pause seiner Therapie angebrochen. Unterstützt von seiner Familie übt er zuhause weiter. Fabian, 18 Jahre, hat eine Therapie erfolgreich abgeschlossen und redet für Laien nahezu flüssig. Jedoch ist seine Vergangenheit stark geprägt. Im Kontrast zu seiner heutigen Aufgeschlossenheit steht sein eigenes Erleben vor der Therapie, die seine Entwicklung positiv beeinflusst hat. Die 39-jährige Heide ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Im Alltag und Beruf geht sie offen mit ihrer Sprachproblematik um. Dennoch gehören, wie bei vielen anderen Betroffenen, Vermeidungsstrategien zum Alltag. Der Rentner Gerd widmet sich seiner Leidenschaft, dem Schreiben. Er publiziert Bücher und gibt Lesungen. Oft ist das Stottern Inhalt seiner Geschichten. Gelöst von inneren Zwängen erzählt er aus seiner Leidens- und Lebenszeit als Stotterer.
Stottern hat viele Ebenen im eigenen Erleben, welche dem Außenstehenden meist verborgen bleiben. Auch sind die Symptomatiken nicht nur auf die Sprache zu begrenzen. Mit ihrer Gestik und Mimik versuchen die Betroffenen das Stottern »zu drücken«. Fast jeder Stotterer hat Therapieerfahrungen, positive und negative Erlebnisse wechseln sich ab.







