Rechte Jungs rechte Mädchen – ratlose Eltern

Zusatzqualifizierung zur Beratung von ratsuchenden Eltern rechtsextremer Jugendlicher

Der Durchgang zum Modellprojekt: „Rechte Jungs, rechte Mädchen – ratlose Eltern. Beratung von Eltern und Angehörigen rechtsextremer Jugendlicher“ 2012/2013 hat nun feste Termine:

05. – 07.11.2012 / 17. – 19.12.2012 / 28. – 30.01.2013

 

Mehr als noch vor einigen Jahren weiß man heute über den Zusammenhang von Prägungen im Elternhaus und dem Einstieg Jugendlicher in rechte Szenen. Modernisierte Organisationen und Bündnisse der extremen Rechten werben offensiv um Jugendliche im ländlichen Raum und in städtischen Milieus. Oftmals nutzen sie die „Leerstellen“, die etablierte Zusammenhänge preisgeben – und gerieren sich als die wahren „Kümmerer“ um die Anliegen von Jugendlichen auf der Suche nach Perspektive und Zugehörigkeit.

Zunehmend mehr Eltern und andere erwachsene Angehörige wenden sich rat- und hilfesuchend an Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe. Die Bedingungen des Aufwachsens und die Kommunikation zwischen Jugendlichen und ihren Eltern, bzw. Stiefvätern und -müttern und anderen erwachsenen Angehörigen gelten als eine Weichenstellung in der Herausbildung jugendlicher Denk- und Verhaltensmuster.

Um ihre Rolle zum und beim Ausstieg rechter Jugendlicher zu stärken, bedarf es einer neuen, differenzierten und problemübergreifenden Beratungsqualität.

 

In vielen Regionen ist in den letzten Jahren deutlich geworden, dass es nach wie vor schwierig ist für ratsuchende Familien, in ihrer Region Ansprechpartner zu finden, die ihnen für Fragen, Informationen und ggfs. Beratung zur Verfügung stehen. Manchmal sind es die Eltern oder Geschwister, die Rat suchen, manchmal sind es VertrauenslehrerInnen, SozialarbeiterInnen aus Jugendzentren, Nachbarn, die die Familien unterstützen wollen, aber unsicher sind und Rat suchen, wie denn eine gelingende Unterstützung aussehen kann.

Die Zusatzqualifizierung ist eine Einladung an alle diejenigen, die bereit sind und Interesse haben, sich für die Beratung zu engagieren.

 

Die Zusatzqualifikation ist aufgebaut in drei Themenbereiche:

  • Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen in rechten Szenen, ihren Werbestrategien und insbesondere der Frage "was suchen junge Menschen in rechten Szenen"
  • der Zusammenhang familialer Sozialisation und ihrer Einflüsse auf Einstellungsbildung
  • Grundlagen und Einübung von Beratung in diesem Themenfeld

 

Die Homepage des Modellprojektes:

www.rechtejugendliche-ratloseeltern.de

 

Flyer

Einladung