Zeitzeugenbegegnung Philomena Franz
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- Mittwoch, 15 September 2010
Am 15.09.2010 fand in der Art Fabrik in Wuppertal-Heckinghausen eine Veranstaltung mit der Zeitzeugin und Auschwitz-Überlebenden Philomena Franz statt. Die Resonanz war mit weit über 200 Besuchern, zu denen viele Schülerinnen und Schüler zählten, überwältigend.
Philomena Franz wurde am 21. Juli 1922 in Biberach in eine Sinti-Familie geboren und wuchs in Stuttgart mit zehn Geschwistern in einer renommierten Musikerfamilie mit vielen Auftritten im In- und Ausland auf. Ab 1936 litten Philomena Franz und ihre Familie unter den Repressionen, Ausgrenzungen und der Verfolgung durch die Nazis. Im März 1943 wurde Frau Franz nach Auschwitz deportiert. Philomena Franz überlebte das Grauen der Konzentrationslager. Heute schreibt sie Zigeunermärchen und Gedichte und setzt sich seit vielen Jahren gegen Verfolgung, Rassismus und Rechtsextremismus ein, insbesondere durch ihre Vorlesungen an Universitäten, in Schulen und Volkshochschulen, in denen sie für Frieden und Verständlichkeit des Andersseins der Minderheiten plädiert. In ihrem Buch „Zwischen Liebe und Hass“ schreibt sie eindrucksvoll über ihr Leben vor, während und nach dem Nationalsozialismus. Für ihr Engagement wurde Philomena Franz 1995 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, 2001 wurde sie von der Europäischen Bewegung Deutschland mit dem Preis Frauen Europas Deutschland 2001 ausgezeichnet.
Veranstaltet wurde die Zeitzeugenbegegnung von der Bethe Stiftung in Kooperation mit der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V..







