Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald
Die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz führte gemeinsam mit dem Jugend- und Begegnungszentrum Vohwinkler Feld ein Projekt zum Thema Judenverfolgung in der Zeit des National- sozialismus in Deutschland für Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Religion durch.
Bei einigen Jugendlichen im Stadtteil und im Jugendzentrum kristallisierten sich zunehmend antisemitische, antidemokratische und rassistische Positionen und Orientierungen heraus. Einige hatten aufgrund ihrer kulturellen und/oder sozialen Herkunft bereits Ausgrenzungen, Ressentiments und zum Teil auch Gewalt erlebt und üben diese Verhaltensweisen als Folge gegen andere aus. Dabei spielten Unwissenheit und Unsicherheit der eigenen Identität eine bedeutende Rolle.
Das Projekt mit 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 16 Jahren sollte eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und eine Konfrontation mit der Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald bieten.
Dazu wurde eine intensive Vorbereitung und ein viertägiger Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald umgesetzt, in der die Jugendlichen mit den geschichtlichen Hintergründen des Nationalsozialismus vertraut gemacht wurden. Neben der inhaltlichen Aufarbeitung wurden die Jugendlichen auf die emotionale Konfrontation mit der Geschichte und der Massenvernichtung in der Gedenkstätte vorbereitet.
Der Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald wurde von zwei Mitarbeitern des Jugendzentrums, einem Mitarbeiter der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz sowie pädagogischen Mitarbeitern der Gedenkstätte begleitet.
Da das Projekt sehr erfolgreich zu bewerten ist und Nachfrage nach weitergehender Auseinandersetzung mit der Thematik bestand, wird ein Besuch in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz geplant.







