Förderung der Partizipation und Integration russischsprachiger Zuwanderer

In Zusammenarbeit aller Träger der Jugendhilfe in Wuppertal, einzelner Einrichtungen, Migrantenselbsorganisationen und der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz wurde ein Projekt zur Förderung der Partizipation und Integration russischsprachiger Zuwanderer umgesetzt, dass 2004 gestartet wurde.

Zielgruppe sind primär Jugendliche, in Teilen auch die Elterngeneration.

Russischsprachige Zuwanderer bilden die in den letzten Jahren am stärksten zunehmende Migrantengruppe. Dazu zählen sowohl Spätaussiedler als auch jüdische Kontingentflüchtlinge.

Es entwickeln sich Stadtteile und Quartiere, die einen überproportional hohen Anteil russischsprachiger Einwanderer haben. Oft gibt es in diesen Stadtteilen Konflikte mit Bewohnern und Vermietern, aber auch mit Bevölkerungsgruppen anderer Nationalitäten, es bilden sich Jugendcliquen und –gangs, Gewalt, Kriminalität und Drogenprobleme nehmen zu und es gibt Abschottungstendenzen der Zielgruppe.

Dies liegt teilweise an der sehr geringen Nutzung bestehender Einrichtungen und öffentlicher Angebote. Auch gibt es nur vereinzelt Angebote für die Zielgruppe und oft erreichen diese die Jugendlichen nicht. Das führt zu Entwicklung einer immer schwerer zugänglichen Subkultur.

Mit dem Projekt soll ein tragfähiges kommunales Netz geschaffen werden, das die Integration und Partizipation der Zielgruppe und deren Sprachkompetenz fördert, indem es an den Stärken der Jugendlichen ansetzt und Maßnahmen der Begegnung mit Jugendlichen anderer kultureller Hintergründe umsetzt, durch die ein Aufbrechen der Abschottungstendenzen erreicht werden kann.

Zudem gab es Fortbildungen, wie „Narkomania - Suchtverhalten und Therapieansätze in der Arbeit mit russischsprachigen Zuwanderern“. Ebenso wurden Fortbildungen zu kulturellen und sozialen Hintergründen russischsprachiger Zuwanderer unter Einbeziehung der Zielgruppe durchgeführt.