• Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.

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Hinter der Front. Feldpostbriefe und Zwangsarbeit

Bei dem Projekt sichten und bearbeiten 13 deutsche und ukrainische Schüler im Gebietsarchiv Chmelnyzkyj nicht zugestellte Feldpostbriefe deutscher Wehrmachtssoldaten aus dem 2. Weltkrieg in gemischsprachlichen Gruppen. Inhalte und Motive der Briefe werden quellenkritisch erfasst und ansatzweise ausgewertet. Innerhalb des Projektes will man dann Exkursionen (ggf. zu ehemaligen Frontabschnitten in der Gegend) und Gruppenarbeiten durchführen, die sich am Textbestand der Briefe orientieren. Zudem sind Seminare zu Themenaspekten mit lokalen und regionalen Bildungsträgern, bzw. von Lehrern angedacht.

Die Ergebnisse der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit werden zum Begegnungsende der interessierten Öffentlichkeit auf der zweisprachigen Webseite www.gestern-ist-heute-nicht-vorbei.de präsentiert.

Schüler die bereits Erfahrungen gesammelt haben unterstützen Erstreisende und gewinnen durch dieses Projekt, Einsichten in die Nachhaltigkeit von Bildungsarbeit, da sie im Blick auf die Projektgeschichte angehalten werden, aktuelle Projektbausteine in dieser Dimension zu reflektieren.
Die Regionalthematik Zwangsarbeit in Wuppertal wird um Einsichten in die Korrespondenz- und Ursprungsregion ausgeweitet und für Wuppertal neu und nachhaltig kommunizierbar.

Die deutschen und ukrainischen Schüler beabsichtigen die Organisation und Durchführung von Zwangsarbeitsdeportationen in den Kontext der im 2. Weltkrieg vorrückenden Frontlinie der Wehrmacht zu stellen und darüber hinaus begreifbar werden zu lassen, dass der Vernichtungskrieg im Osten gezielt und effektiv auf die Nutzung von „Humanressourcen“ und Bodenschätze gerichtet war. Ebenso kommen die menschlichen Dimensionen dieser Barbarei in den vielen Privatbriefen zur Sprache. Die in Wuppertal geleistete Zwangsarbeit nahm also dort ihren Anfang. 

Die Projektzusammenarbeit festigt Gleichstellung von Frauen und Männern und ist darüber hinaus in dem Sinn innovierend, als dass jeweils kulturelle Rollenstereotype in der Begegnung erlebt werden und Veränderungsimpulse durch die Differenzerfahrung erhalten. Ukrainische Geschlechtsstereotype unterscheiden sich von deutschen Rollenbildern.

Zudem stehen im Kontext der Zwangsarbeitsthematik weibliche Biografien im Vordergrund.

Die Feldpostbriefe wurden von Männern geschrieben. Zu fragen ist daher insbesondere auch nach den geschlechtsspezifischen Dimensionen von Krieg und Gewalt.

Explizit genderrelevant ist die Auseinandersetzung  mit den aktuellen geschlechtsspezifischen Inhalten und Protestformen der "Femen-Aktivistinnen" aus Chmelnyzkyj. Ihre medienträchtigen Auftritte rücken geronnene Geschlechts- und Rollenstereotype in Licht der Kritik. Dieses Konzept spiegelt eigene Rollenidentität und eröffnet konkrete und politische Diskursperspektiven.

www.ganztagsgymnasium-johannes-rau.de

    • Kontakt

      Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
      Bendahlerstraße 29
      42285 Wuppertal

      Tel.: 0202/563-2759
      Fax: 0202/563-8178

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