Worum geht es?
Mit der Aktion „Nathan schwebt – Antisemitismus ohne mich!“ wird die Ringparabel aus Gotthold Ephraim Lessings
Nathan der Weise an einen besonderen Ort gebracht: in die Wuppertaler Schwebebahn.
Vier Schauspieler*innen der Wuppertaler Bühnen lesen die Ringparabel während der regulären Fahrten in den Schwebebahnen. Fahrgäste begegnen dem Text mitten im Alltag – überraschend, niedrigschwellig und unmittelbar.
Die Aktion setzt ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus und ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt.
Warum die Ringparabel?
Die Ringparabel zählt zu den bekanntesten Texten der deutschen Literatur. Sie erzählt von Toleranz, gegenseitigem Respekt und der Erkenntnis, dass Menschen nicht nach ihrer Religion oder Herkunft beurteilt werden sollten, sondern nach ihrem Handeln.
Diese Botschaft ist heute aktueller denn je. Antisemitismus nimmt auch in Deutschland spürbar zu. Der Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle RIAS für 2025 berichtet über 8.725 antisemitische Vorfälle bundesweit. Allein in NRW gab es 1.102 antisemitische Vorfälle im Jahr 2025, was eine Zunahme von 17 % gegenüber 2024 bedeutet.
Jüdisches Leben braucht Schutz, Solidarität und eine klare Haltung. Mit „Nathan schwebt“ möchten wir Menschen zum Nachdenken anregen und ein positives Zeichen für Demokratie und Menschenwürde setzen.
Die Aktion
Freitag, 10. Juli 2026 von 15:00–16:00 Uhr: Lesungen der Ringparabel in zwei fahrenden Schwebebahnen während des regulären Linienbetrieb
Gelesen von vier Schauspieler*innen u.a. der Wuppertaler Bühnen:
Julia Meier, Thomas Braus, Alexander Peiler und Luise Kinner
Begleitende Informationsmaterialien
Während der Aktion werden Postkarten mit einem QR-Code verteilt. Sie laden dazu ein, sich über die Lesungen hinaus mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Über den QR-Code und hier auf der Homepage Nathan schwebt | Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. finden Interessierte Informationen zu:
- Antisemitismus erkennen und handeln
- Materialien und weiterführende Informationen
- Jüdisches Leben in Wuppertal
Die Postkarten und Flyer werden nicht nur während der Aktion verteilt, sondern liegen in den kommenden Wochen auch in Gastronomiebetrieben, Kultureinrichtungen und weiteren öffentlichen Einrichtungen in Wuppertal aus.
Veranstalter*innen
Die Aktion wird gemeinsam durchgeführt von
- der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e. V.
- dem Büro zur Bekämpfung von Judenhass und Ausgrenzung / Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal
- dem Wuppertaler Bündnis gegen Antisemitismus.

